Key updates
Jerome Kayser
Jerome Kayser
 Das vorläufige amtliche Endergebnis:
  • CDU: 34,6 Prozent
  • SPD: 15,1 Prozent 
  • Grüne: 14,8 Prozent 
  • AfD: 18,4 Prozent 
  • FDP: 5 Prozent 
  • Die Linke: 3,1 Prozent 
  • Freie Wähler 3,5 Prozent 
  • Sonstige: 5,4 Prozent 
Jerome Kayser
Jerome Kayser

Das Wichtigste im Überblick

  • CDU gewinnt deutlich, Boris Rhein sieht einen "klaren Regierungsauftrag".
  • Die AfD liegt auf dem zweiten Platz. Die CDU könnte mit Grünen oder SPD koalieren.
  • SPD stürzt auf einen historischen Tiefstand.
  • Für die Liberalen ist der Abend eine Zitterpartie.
  • Linke und Freie Wähler verpassen den Einzug in den Landtag
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Mit diesem Bild des Wahlsiegers Rhein verabschieden wir uns an dieser Stelle und beenden die Live-Berichterstattung zur Landtagswahl in Hessen. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen eine gute Nacht. 
Foto: Lando Hass/dpa
Maike Eilert

Alle Stimmen ausgezählt: CDU gewinnt Landtagswahl in Hessen klar

Die CDU hat die Landtagswahl in Hessen mit großem Vorsprung gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen holten die Christdemokraten um Ministerpräsident Boris Rhein am Sonntag 34,6 Prozent der Stimmen, wie aus dem Internetportal des hessischen Landeswahlleiters hervorging. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 18,4 Prozent. Sie lag vor der SPD mit 15,1 Prozent, den Grünen mit 14,8 und der FDP mit 5,0 Prozent. Linke und Freie Wähler verpassten mit 3,1 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent jeweils klar den Einzug in den Landtag. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,0 Prozent.
Maike Eilert

Fehlende Daten aus Oberursel verzögern Endergebnis 

Fehlende Ergebnisse aus zwei Wahlbezirken in Oberursel im Hochtaunuskreis haben die Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der Landtagswahl in Hessen verzögert. Wie der Landeswahlleiter auf Anfrage mitteilte, waren die Daten am Abend nicht wie vorgesehen in das Meldesystem eingetragen worden. Wo genau der Fehler lag, war zunächst unklar. Nach Schätzung des Landeswahlleiters handelte es sich vermutlich um etwa 1500 bis 2000 Stimmen. Dadurch konnte das Ergebnis im Wahlkreis Hochtaunus II wie auch das Ergebnis auf Landesebene zunächst nicht festgestellt werden.
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap hat in der Bevölkerung nachgefragt, mit wem die CDU eine Regierung bilden solle. 36 Prozent sprachen sich für die Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition aus. 45 Prozent jedoch wünschen eine Zusammenarbeit der CDU mit der SPD.
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Nach der Wahl bleibt der CDU viel Zeit, um ein Regierungsbündnis zu schmieden. Die fünfjährige Wahlperiode des bisherigen Landtags endet erst am 17. Januar 2024, einen Tag später tritt der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Üblicherweise wählen die Abgeordneten dann den Ministerpräsidenten.

Zur Regierungsbildung führen die Parteien in der Regel Koalitionsverhandlungen, denen sogenannte Sondierungsgespräche vorausgehen. Dabei loten die Parteien eher informell aus, ob es überhaupt eine Grundlage für eine Zusammenarbeit gibt. In den Koalitionsverhandlungen geht es dann darum, einen Vertrag mit möglichst konkreten Vorhaben und Inhalten auszuhandeln.
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert nach den Wahlen in Bayern und Hessen eine Kurskorrektur der Ampel-Koalition. "So kann es nicht weitergehen", sagt Kubicki der Bild. Alle Ampel-Parteien hätten verloren.

"Das ist das klare Signal, dass wir in Berlin endlich aufnehmen müssen, was die Menschen bewegt. In der AKW-Frage, beim Heizungsgesetz oder in der Migrationspolitik lagen oder liegen wir konsequent im Gegensatz zur Mehrheitsmeinung. Wenn wir keine Lösungen präsentieren, werden sich am Ende die Themen die Koalitionen suchen."
Foto: Daniel Löb/dpa
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat das schlechte Abschneiden der Ampel-Parteien bei den Wahlen vor allem der Bundesregierung zugeschrieben. "Das hat sehr viel mit der Bundespolitik zu tun und nicht soviel mit der Landespolitik", sagt Özdemir in der ARD-Sendung "Anne Will" vor allem mit Blick auf Hessen, wo die Grünen bisher mitregierten und auch Hoffnung hegten, den Ministerpräsidenten zu stellen.

"Das ist nicht in Hessen vergeigt worden", betont der Grünen-Politiker. Zugleich sagt er: "Wir sind besser als unser Ruf. Um so ärgerlicher, dass wir so wenig draus machen."
Foto: Uli Deck/dpa/Archiv
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Grünen-Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir hat sich im Wahlkreis Offenbach-Stadt knapp geschlagen geben müssen. Der hessische Wirtschaftsminister holt in seiner Heimatstadt 25,8 Prozent der Erststimmen und lag damit minimal hinter Kim-Sarah Speer von der CDU mit 25,9 Prozent. Nach dem vorläufigen Wahlkreisergebnis bekam Speer 43 Stimmen mehr als Al-Wazir.
Foto: Andreas Arnold/dpa
Arrien Pauls
Nancy Faeser verpasst das direkte Abgeordnetenmandat für den Landtag im Wahlkreis Main-Taunus I klar. Sie landete sogar nur auf Platz drei bei den Wahlkreisstimmen. Den Wahlkreis gewann wie schon 2018 der CDU-Abgeordnete Christian Heinz, er zieht damit als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag ein.
Foto: Boris Roessler/dpa
Foto: Boris Roessler/dpa
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Die Koalitionsoptionen verdeutlichen, dass Boris Rhein alle Zügel in der Hand hat. Da die AfD politisch isoliert ist, kann keine Mehrheit gegen die CDU gebildet werden. Rhein hat am Abend SPD, Grünen und FDP Gespräche über eine mögliche Regierungszusammenarbeit angeboten.
Jetzt kommt es erst einmal darauf an, in Sondierungsgesprächen Schnittmengen zu finden und Schnittmengen zu suchen.
Rhein.
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Boris Rhein verteidigt sein Direktmandat für den Landtag. Er gewinnt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis den Wahlkreis Frankfurt VI und zieht damit erneut als direkt gewählter Abgeordneter in das Parlament ein.

Er holte 40,2 Prozent der Wahlkreisstimmen und hat damit einen deutlichen Vorsprung vor seinen Mitbewerbern.
Foto: Lando Hass/dpa
Juliane Sprick
Mit 65,5 Prozent liegt die Wahlbeteiligung in Hessen knapp 2 Prozentpunkte unter der von 2018. (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen)
Jerome Kayser
Jerome Kayser
Für die FDP wird der Abend zur Zitterpartei. Nachdem Hochrechnungen von ARD und ZDF die Liberalen zwischenzeitlich nur noch bei 4,9 Prozent gesehen hatten, liegt sie bei den Hochrechnungen von ARD (21.37 Uhr) und ZDF (21.32 Uhr) nun wieder bei 5,0 Prozent. Nur bei Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde würde die FDP wieder in den Landtag einziehen können.