UN werfen Israel Apartheid vor – Israel weist Kritik zurück
Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen wirft Israel eine immer stärker werdende systematische Diskriminierung der Palästinenser im Westjordanland vor. "Ob es sich um den Zugang zu Wasser, zur Schule, den Weg ins Krankenhaus, den Besuch von Familie oder Freunden oder die Olivenernte handelt – jeder Aspekt des Lebens der Palästinenser im Westjordanland wird durch Israels diskriminierende Gesetze, Richtlinien und Praktiken kontrolliert und eingeschränkt", sagt der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk. Der Trend habe sich sogar noch beschleunigt.
"Das ist eine besonders schwere Form der Rassendiskriminierung und Segregation, die dem Apartheid-System ähnelt, das wir bereits kennen", sagt Türk mit Blick auf einen neuen Bericht des UN-Menschenrechtsbüros über das Leben der Palästinenser im Westjordanland und Ost-Jerusalem. Apartheid wird die Doktrin der Trennung einzelner ethnischer Bevölkerungsgruppen genannt, vor allem bis 1994 in Südafrika.
Israel weist die Kritik als absurd und verzerrt zurück. Seine UN-Vertretung in Genf teilt mit, grundlegende Fakten, die dem Konflikt zugrunde lägen, insbesondere die schwerwiegenden Bedrohungen, denen Israel ausgesetzt seien, würden völlig ignoriert.