Wichtige Updates
Christoph Lignitz
Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein positives Fazit seines Antrittsbesuchs bei US-Präsident Donald Trump gezogen. "Wir haben heute ein Fundament gelegt für sehr gute persönliche, aber auch politisch zielführende Gespräche." Es gebe viele Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Trump, auch in der Karriere, die beide gemacht hätten zwischen Politik und Wirtschaft, sagte Merz. Der US-Präsident hatte den Kanzler im Weißen Haus überraschend freundschaftlich empfangen und sparte nicht an Lob und freundlichen Worten. Mit seinem Gastgeschenk - einer Kopie der historischen Geburtsurkunde von Trumps Großvater Friedrich - lag Merz offensichtlich richtig. 

Bei den wichtigen Themen des Treffens - etwa Ukraine und Verteidigungsausgaben - schlug Trump versöhnliche Töne an. Andere mögliche strittige Themen wurden weitgehend ausgeklammert. Merz lud seinen Gastgeber nach Deutschland ein, Trump nahm die Einladung an. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte auf das erste Treffen folgen werden. Wiedersehen werden sich der Bundeskanzler und der US-Präsident schon bald: auf dem G7-Gipfel in Kanada vom 15. bis 17. Juni sowie dem in Den Haag in den Niederlanden stattfindenden Nato-Gipfel am 24. und 25. Juni. 

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Friedrich Merz (l) und Donald Trump im Oval Office.
Friedrich Merz (l) und Donald Trump im Oval Office. Foto: Michael Kappeler/dpa
Christoph Lignitz

Merz sieht vernünftige Basis mit Trump für nächste Gipfel

Kanzler Merz sieht nach seinem Besuch bei US-Präsident Trump in Washington eine gute Basis für anstehende internationale Gipfeltreffen. "Ich reise mit dem Gefühl zurück nach Hause, dass wir eine vernünftige Gesprächsgrundlage haben zwischen dem amerikanischen Präsidenten und dem deutschen Bundeskanzler", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"heute journal".

"Das war für mich heute extrem wichtig", sagte Merz. Er habe Trump nicht erst auf einer der großen Konferenzen kennenlernen und verstehen lernen wollen, sondern "zu einem Zeitpunkt, wo wir das untereinander machen können". Merz sagte, er reise auch mit dem Gefühl zurück, "dass die amerikanische Demokratie unverändert sehr gut funktioniert" und dass die Kräfte, die eine freie, offene Gesellschaft sein wollten, nach wie vor sehr stark seien. "Ich bleibe, was Amerika betrifft, ein unverbesserlicher Optimist."
Christoph Lignitz
„Warum soll ich nervös sein, wenn ich den amerikanischen Präsidenten treffe? Er ist auch nicht nervös gewesen.“
Kanzler Friedrich Merz in einem RTL/ntv-Interview nach seinem Antrittsbesuch bei US-Präsident Donald Trump.
Christoph Lignitz

Merz: Kooperation bei Handelsfragen vereinbart

Die USA und Deutschland wollen in Handelsfragen enger kooperieren. Er habe mit US-Präsident Donald Trump hierzu eine enge Zusammenarbeit zwischen Weißem Haus und Kanzleramt verabredet, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem ARD-"Brennpunkt". Deutschland sei auch bereit, mehr Führungsverantwortung in Europa zu übernehmen, wenn es um die Zukunft von Handelsabkommen gehe.
 
Die sprunghafte Zollpolitik von Trump verunsichert auch die Exportnation Deutschland. Nach Angaben von Merz war der Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union beim Mittagessen beim US-Präsidenten ein ausführliches Thema. Er habe versucht zu erläutern, wie die EU zustande gekommen und dass sie kein Angriff auf Amerika sei. "Wir wollen hier zu einer gemeinsamen Lösung kommen", betonte Merz.
Foto: Michael Kappeler/dpa
Christoph Lignitz

US-Soldaten in Deutschland: Trump macht Berlin Hoffnung

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland Hoffnung gemacht, die dort stationierten amerikanischen Soldaten in bisheriger Truppenstärke zu belassen. Beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus sagte Trump auf Nachfrage einer Reporterin, ob er die US-Truppen in Deutschland lassen werde: "Ja, wir werden darüber reden." Wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten dort haben wolle, sei er dazu bereit. "Ja, das werden wir tun. Das ist kein Problem."

Trump sagte weiter mit Blick auf die in Deutschland stationierten Kräfte: "Wir haben eine Menge von ihnen, etwa 45.000." Es seien hoch bezahlte Soldaten, die auch viel Geld in Deutschland ausgäben, was wiederum gut für die wirtschaftliche Entwicklung sei. Und die Beziehungen zu Deutschland seien ihm sehr wichtig. Unions-Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur: "Für die Sicherheit Europas ist das eine gute Nachricht." Röttgen wertete Trumps Äußerung als "Zusage (...), dass die in Deutschland stationierten US-Truppen bleiben werden".
Christoph Lignitz

Merz bekommt vom Weißen Haus Herz-Emoji für Gastgeschenk

Mit dem Geschenk für seinen Gastgeber US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) offenbar Erfolg gehabt - vom Weißen Haus gab es dafür sogar ein seltenes Herz-Emoji. Merz brachte Trump eine in Gold gerahmte Kopie einer Geburtsurkunde von dessen Großvater Friedrich, der 1869 in Kallstadt in der Pfalz auf die Welt gekommen war.

Das Weiße Haus postete Fotos von der Geschenkübergabe auf der Plattform X. "Der deutsche Bundeskanzler @_FriedrichMerz gibt Präsident Trump die Geburtsurkunde von dessen Großvater", heißt es in dem Post zur Erklärung - gefolgt von einem roten Herz-Emoji für die von Merz überbrachte Erinnerung an Trumps deutsche Wurzeln. In Kallstadt wuchs Trumps Großvater auf, bevor er 1885 in die USA ging. Er arbeitete dort unter anderem als Friseur, wurde 1892 amerikanischer Staatsbürger und nannte sich Frederick.
Anna Ringle
„Ich fahre zurück mit dem Gefühl, dass ich mit dem amerikanischen Präsidenten jemanden gewonnen habe, mit dem ich auf einer sehr persönlichen Ebene gut sprechen kann.“
Merz nach seinem Besuch bei Trump auf die Frage im ARD-Interview, mit welchen Gefühlen er jetzt wieder nach Deutschland zurückfliege.
Foto: DPA Images
Khang Mischke
Khang Mischke
US-Präsident Donald Trump hat nach Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz eine von ihm ausgesprochene Einladung zu einem Besuch in Deutschland angenommen. "Die Teams werden nach einem Termin suchen", sagte Merz nach dem Gespräch mit Trump im Weißen Haus. Merz fügte später hinzu, dass er mit dem Austausch "außerordentlich zufrieden" sei.
US-Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz vor dem Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz vor dem Weißen Haus. Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa Pool
Christoph Lignitz

Transatlantik-Koordinator Hakverdi: "Guten Draht" gelegt

Auch der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, zeigt sich nach dem Treffen zwischen Merz und Trump zufrieden. Der SPD-Politiker sagte dem Tagesspiegel: "Der Antrittsbesuch des Kanzlers beim US-Präsidenten war ein Erfolg. Wichtig war bei diesem ersten Treffen vor allem, eine gute persönliche Beziehung aufzubauen. Das ist Merz offensichtlich gelungen." Viel mehr sei von diesem ersten Zusammentreffen nicht zu erwarten gewesen. Der "gute Draht wird uns dabei helfen, gemeinsam mit den Amerikanern erfolgreich die großen Herausforderungen in der Welt anzugehen - besonders den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine", so Hakverdi.
Christoph Lignitz

Röttgen: Trump hat sich um freundliche Atmosphäre bemüht

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen reagiert erleichtert auf den Ablauf des Aufeinandertreffens von Kanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump bei dessen Antrittsbesuch in Washington. "Friedrich Merz hatte einen souveränen Auftritt im Weißen Haus und konnte einige für Deutschland und Europa entscheidende Punkte ansprechen", sagte Röttgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Röttgen ist der für Außenpolitik zuständige stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag.

Besonders wichtig sei gewesen, dass Merz das gemeinsame Interesse betont habe, den russischen Krieg gegen die Ukraine zu beenden. "Dafür braucht es zusätzlichen Druck auf (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin, wozu Deutschland seinen Beitrag leisten wird." Das Gespräch habe in einer freundlichen Atmosphäre stattgefunden, "um die sich auch Präsident Trump merklich bemüht hat", fügte er hinzu.
Norbert Röttgen.
Norbert Röttgen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Louis Posern

Wie geht es nun weiter? 

Trump und Merz haben sich aus dem Oval Office verabschiedet. Sie wollen gemeinsam Mittagessen und dabei ihre Gespräche fortsetzen. Im Anschluss soll es nur noch ein Statement von Merz geben, der danach auch noch bei mehreren TV-Sendern zum Interview ist. Ein weiterer gemeinsamer Auftritt vor der Presse mit dem US-Präsidenten ist nicht geplant. 
Merz besucht Trump im Weißen Haus.
Merz besucht Trump im Weißen Haus. Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa Pool
Anna Ringle
Und das zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Netz vom Treffen mit Trump: 
Anna Ringle
In gleich mehreren Posts präsentiert US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz:


Khang Mischke
Khang Mischke
Die Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz ist damit beendet. Man sieht in der TV-Übertragung noch, dass sich nun JD Vance in das Gespräch einschaltet. 
Trump spricht viel, Merz spricht wenig, alle anderen hören zu.
Trump spricht viel, Merz spricht wenig, alle anderen hören zu. Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa Pool
Louis Posern

Über Nord Stream 2 soll gesprochen werden

Die Frage, ob er bereit sei, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen, beantwortet Trump nicht direkt. Er sei derjenige gewesen, der die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 gestoppt habe, sagt er stattdessen. Er betont, dass die USA sehr viel Öl und Gas hätten. Er sei sich sicher, dass er und Merz heute darüber sprechen würden.