Wichtige Updates
Julian Busch
Liebe Leserinnen und Leser,
mit den Bildern der feiernden neuen Weltmeister aus Spanien beenden wir an dieser Stelle den Liveblog zur größten Fußball-WM der Geschichte. Wir bedanken uns für Ihr Interesse. 
Meyel Löning
Ist Spanien der verdiente Weltmeister?
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Melissa Erichsen

Messi lässt Zukunft offen - "Wunde braucht Zeit zum Heilen"

Fußball-Superstar Lionel Messi hat sich erstmals nach dem verlorenen WM-Finale zu Wort gemeldet und seine Zukunft im Trikot von Argentiniens Nationalteam offen gelassen. "Der Schmerz ist unermesslich, und diese Wunde braucht Zeit zum Heilen", schreibt der 39-Jährige am Tag nach dem 0:1 gegen den neuen Weltmeister Spanien, bei dem Messi selbst blass blieb, bei Instagram. 
Melissa Erichsen

Spaniens König empfängt die Weltmeister 

Nach ihrer Rückkehr aus den USA sind Spaniens Fußball-Weltmeister von König Felipe VI. empfangen worden. "Ihr seid müde - aber was für eine wunderbare Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch", sagt der Monarch im königlichen Palacio Real in Madrid. Der König gratulierte der "Selección" zu einem "epischen" Triumph nach einer wahren "Odyssee" und würdigte die Qualitäten einer "legendären und historischen Mannschaft". 
Spaniens König Felipe VI. (3.v.l) und Königin Letizia (4.v.r) stehen zusammen mit Prinzessin Leonor (2.v.l) und Infantin Sofia (3.v.r) im Zarzuela-Palast mit den Spielern der spanischen Fußball-Nationalmannschaft nach deren Sieg über Argentinien beim Finale der FIFA-Weltmeisterschaft.
Spaniens König Felipe VI. (3.v.l) und Königin Letizia (4.v.r) stehen zusammen mit Prinzessin Leonor (2.v.l) und Infantin Sofia (3.v.r) im Zarzuela-Palast mit den Spielern der spanischen Fußball-Nationalmannschaft nach deren Sieg über Argentinien beim Finale der FIFA-Weltmeisterschaft. Foto: José Oliva/dpa/Europapress
Melissa Erichsen

Pokal im Feld 

Anlässlich des Sieges Spaniens im Finale der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat der italienische Land-Art-Künstler Dario Gambarin in Castagnaro in der Provinz Verona den WM-Pokal auf sein Feld gemäht.  Das Werk erstreckt sich über ein etwa 30.000 Quadratmeter großes, frisch abgeerntetes Weizenstoppelfeld. 
Einen rund 200 Meter hohen WM-Pokal mit den Schriftzügen FIFA und Espana hat der italienische Land-Art-Künstler Dario Gambarin in der Provinz Verona mit einem Traktor in ein frisch abgeerntetes Weizenstoppelfeld mit Pflug und Kreiselegge "eingraviert" - eine Hommage an die spanischen WM-Meister.
Einen rund 200 Meter hohen WM-Pokal mit den Schriftzügen FIFA und Espana hat der italienische Land-Art-Künstler Dario Gambarin in der Provinz Verona mit einem Traktor in ein frisch abgeerntetes Weizenstoppelfeld mit Pflug und Kreiselegge "eingraviert" - eine Hommage an die spanischen WM-Meister. Foto: Dario Gambarin/dpa/Dario Gambarin
Meyel Löning

Nach Fall Balogun: UEFA-Präsident blieb WM-Finale fern

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen einen Besuch des WM-Finals in East Rutherford bei New York entschieden und den Entschluss einem Medienbericht zufolge auch mit dem Fall Folarin Balogun begründet. Der britischen Times zufolge habe Ceferin mit dem Fernbleiben auch die große Spaltung zwischen FIFA und UEFA signalisieren wollen. Auch die Nachrichtenagentur PA berichtete. Ceferin selbst wurde nicht zitiert.

Die aufgehobene Sperre des amerikanischen Stürmers Balogun, die auf einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino erfolgte, hatte die UEFA vor zwei Wochen scharf kritisiert. "Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck", hieß es in einem Statement des Verbandes. Die FIFA habe eine "rote Linie überschritten".
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Foto: Darko Vojinovic/dpa/AP
Melissa Erichsen

Streich kritisiert Stimmung und Halbzeitshow: "Schrecklich" 

Christian Streich hat die Stimmung beim WM-Finale zwischen dem neuen Fußball-Weltmeister Spanien und dem entthronten Titelverteidiger Argentinien in East Rutherford als "echt bescheiden" bezeichnet. "Da war kein Dach, da ist die Lautstärke nach außen gegangen", sagt der ehemalige Bundesliga-Trainer im "Morgenmagazin" des ZDF. Zudem sei es auch ein Mittagsspiel vor Ort gewesen. Besonders echauffierte sich der Ex-Coach des SC Freiburg aber über die Showeinlagen vor dem Spiel sowie in der Pause, die dadurch statt der üblichen Viertelstunde fast 30 Minuten gedauert hatte.
Süleyman Artiisik

Olmos "Heulsuse": Ein Weltmeister als Mitbewohner

Die Tränen liefen über die Wangen, die Augen rot vom Weinen - vor Glück. Völlig ergriffen und sichtlich emotional mitgenommen hat die deutsche Influencerin Laura Schmitt den größten Triumph ihres Freundes Dani Olmo live im Stadion von East Rutherford miterlebt. Ihr Post bei Instagram kommentiert die 27-Jährige selbst mit: "Heulsuse." 
Laura abla on Instagram: "Heulsuse"
188K likes, 302 comments - lauraabla on July 19, 2026: "Heulsuse".
instagram.com
Süleyman Artiisik

Experten nach Finale einig: "Fußball hat gewonnen"

Nach einem ungleichen Finale sind sich Experten einig, dass die spielstarken Spanier gegen destruktive Argentinier verdient den Titel geholt haben. "Der Fußball hat gewonnen", schreibt Ex-Weltmeister Toni Kroos bei X. Der englische Ex-Stürmer Alan Shearer sagt in der BBC: "Zweifellos hat das richtige Team gesiegt." Nur Spanien habe Interesse an Ballbesitz und Torchancen gezeigt. 

Die Argentinier um Superstar Lionel Messi verzeichneten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss und fielen vor allem durch ruppiges Spiel auf - Enzo Fernández sah in der Nachspielzeit die Rote Karte. Lothar Matthäus urteilt bei Bild: "Das hat für mich mit Fußball nichts zu tun. (...) Es war für mich ein langweiliges Endspiel." Nach einem Handgemenge um Leandro Paredes nach dem Schlusspfiff nennt er die Argentinier "schlechte Verlierer" und fühlt sich an das Finale 1990 erinnert. Ex-Nationalspieler Christoph Kramer appelliert im ZDF an junge Zuschauer: "Jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen!" 
X
Toni Kroos on Twitter / X
Football won— Toni Kroos (@ToniKroos) July 19, 2026
x.com
Süleyman Artiisik

Zoff nach Schlusspfiff: Otamendis Heul-Vorwurf an Rodri 

Argentiniens Routinier Nicolas Otamendi sorgte nach der Pleite im Finale gegen Spanien mit Heul-Vorwürfen für Aufsehen. Der 38 Jahre alte Weltmeister von 2022, auch auf dem Feld für eine härtere Gangart bekannt, baute sich vor Spaniens Kapitän Rodri auf, der seinem alten Bekannten aus gemeinsamen Zeiten bei Manchester City nach dem 1:0 nach Verlängerung nur die Hand reichen wollte. "Die ganze Woche hast du geheult. Du und (Aymeric) Laporte, ihr beide", giftete Otamendi: "So etwas macht man nicht, du hast bei den Schiedsrichtern gejammert, mein Freund." Rodri, der zum besten Spieler der WM gekürt wurde, reagierte mit weit aufgerissenen Augen auf die Vorwürfe auf dem Rasen im Finalstadion von East Rutherford. 

Er hatte in der Pressekonferenz vor der Partie gesagt, dass er davon ausgehe, dass Argentinien fair spielen würde. Wenn es aber hitzig würde, müssten sie das ignorieren. "In den letzten Spielen haben wir Dinge gesehen, die uns wirklich überrascht haben", hatte Laporte betont: "Vor allem bei Argentinien, einer Mannschaft, die mit ihren Zweikämpfen viele kleine Botschaften sendet." Otamendi konnte das nach seinem letzten Länderspiel für Argentinien mit diesem Auftritt nicht entkräften. 
Ärgert sich nicht nur über sich selbst: Nicolas Otamendi.
Ärgert sich nicht nur über sich selbst: Nicolas Otamendi. Foto: Tom Weller/dpa
Süleyman Artiisik

13-jähriger Spanier stirbt bei Freudenfeier

Bei einer Freudenfeier über den Sieg der spanischen Nationalmannschaft ist es zu einem tragischen Todesfall gekommen. Ein 13-Jähriger starb, als er von der zentralen Steinsäule eines Brunnens erschlagen wurde, wie die Regionalzeitung Diario de Salamanca und andere Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichteten. Weitere zwei Menschen seien verletzt worden, als die Steinsäule unter dem Gewicht mehrerer Jungen umstürzte und auf Feiernde fiel, die darunter im Wasser des Brunnens standen. Die Stadt verkündet eine dreitägige Trauer und ordnet an, dass alle Flaggen in der Stadt bis einschließlich Mittwoch auf Halbmast gesetzt werden sollen. 
Süleyman Artiisik

Steinwürfe und Festnahmen in Buenos Aires 

Nach Argentiniens Niederlage gegen Spanien ist es in Buenos Aires zu Zusammenstößen zwischen Fußballfans und Polizei gekommen. Tausende Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge rund um den Obelisken, das Wahrzeichen der Metropole. Kurz vor Mitternacht (Ortszeit) warfen den Berichten zufolge mehrere Menschen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Dabei seien Fans sowie Polizisten verletzt worden. Etwa 15 Menschen seien festgenommen worden, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. 
Am zentralen Obelisken in Buenos Aires schlug die Enttäuschung versammelter Fans in Gewalt um.
Am zentralen Obelisken in Buenos Aires schlug die Enttäuschung versammelter Fans in Gewalt um. Foto: Rodrigo Abd/dpa/AP
Süleyman Artiisik

Argentiniens Präsident: Feiertag trotz Final-Niederlage

Argentiniens Präsident Javier Milei ruft trotz der Niederlage der Mannschaft um Superstar Lionel Messi im WM-Finale gegen Spanien einen Feiertag aus. Wann das genau in dieser Woche sein wird, ist aber noch unklar. «WELTMEISTERSCHAFTSFEIER», schreibt Milei zu Beginn seiner Nachricht bei X: "Angesichts der Unruhe bezüglich der Feierlichkeiten zum Erfolg der argentinischen Nationalmannschaft teile ich der Bevölkerung mit, dass der Tag, an dem gefeiert werden soll – je nachdem, wie sich die Spieler und der Trainerstab entscheiden – zum nationalen Feiertag erklärt wird."

Nach Angaben des argentinischen Verbandes wird nicht die komplette Mannschaft nach Buenos Aires reisen. "Nach dem Finale werden einige Spieler des Kaders direkt aus den Vereinigten Staaten zu verschiedenen Zielen aufbrechen, um zu ihren Vereinen zurückzukehren oder ihre Erholungsphase zu beginnen", heißt es vom Verband. Ein Teil der Delegation, bestehend aus Spielern, Trainerstab und Mitarbeitern, werde am (heutigen) Montag gegen 17.00 Uhr Ortszeit zurück in Argentinien erwartet.
Süleyman Artiisik

Rapper verliert Millionenwette beim WM-Finale 

Rapper Drake ist für seine Millionenwetten bei Sportevents bekannt – und dafür, immer mal wieder kostspielig danebenzuliegen. Beim WM-Finale hat der sogenannte Drake-Fluch nun erneut zugeschlagen: Der 39-Jährige setzte auf einer Wettplattform 1,5 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro) auf einen Sieg Argentiniens gegen Spanien in der regulären Spielzeit. Nach dem 1:0 der Iberer in der Verlängerung ist das Geld futsch. Schon im zweiten WM-Finale nacheinander kostete ihn Argentinien einen Millionenbetrag: 2022 hatte Drake eine Million Dollar auf einen Sieg der Südamerikaner gegen Frankreich in den ersten 90 Minuten gesetzt – Argentinien gewann aber erst im Elfmeterschießen. "Beim nächsten Mal mehr Glück", hatte er jetzt bei der neuen Wette geschrieben. 

Auch abseits des Fußballs liegt Drake oft daneben: Anfang des Jahres verlor er eine Million Dollar auf die New England Patriots im Super Bowl, vor gut einer Woche eine weitere auf Käfigkämpfer Conor McGregor. Mitleid braucht der fünffache Grammy-Gewinner aber nicht – er zählt zu den bestverdienenden Musikern der Gegenwart. 
Rap-Superstar Drake.
Rap-Superstar Drake. Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa/Archivbild
Süleyman Artiisik

TV-Quote: Rekordwert beim Finale

Beim Finale hat das ZDF einen Rekordwert verzeichnet. Die Live-Übertragung des Spanien-Sieges gegen Argentinien in der Verlängerung sahen durchschnittlich 17,362 Millionen Menschen im Zweiten. Das Endspiel erzielte nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 65,1 Prozent und war das mit Abstand meistgesehene WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung. Nicht eingerechnet in die Reichweite sind die Zuschauer, die den spanischen Sieg im Internet oder in der ZDF-Mediathek gesehen haben. Das Spiel lief zudem beim Telekom-Sender MagentaTV, der keine Zahlen veröffentlicht. Das erfolgreichste WM-Spiel 2026 war die erste Partie des DFB-Teams gegen Curaçao mit 23,427 Millionen. 

Die 2:23 Stunden lange Übertragung aus East Rutherford lag deutlich über dem Finale von 2022. Durchschnittlich 13,86 Millionen Menschen hatten vor vier Jahren in der ARD den Sieg Argentiniens gegen Frankreich im Elfmeterschießen gesehen. Die Live-Übertragungen aus Katar kamen auf einen Marktanteil von 53,6 Prozent. Frühere WM-Endspiele hatten allerdings mehr TV-Zuschauer als das diesjährige Finale. Das Finale vor acht Jahren zwischen Frankreich und Kroatien (4:2) hatten 21,45 Millionen Menschen im ZDF geschaut.