Trauer um Queen Elizabeth II.

Franz Spiegelfeld

Die Queen ist tot - Was ist am Montag passiert?

  • 7.30 Uhr: Ende der öffentlichen Aufbahrung
  • 11.44 Uhr: Der Sarg wird in einer Prozession vom Parlament zur Westminster Abbey überführt
  • 12.00 Uhr: Beginn der Trauerfeier in der Westminster Abbey
  • 13.00 Uhr: Nach dem Gottesdienst wird der Sarg in einer Prozession zum Wellington Arch gebracht
  • 14.00 Uhr: Ankunft am Wellington Arch: Mit dem königlichen Leichenwagen wird der Sarg der Königin nach Windsor gebracht
  • 16.10 Uhr: Prozession über den Long Walk zur St.-Georges-Kapelle auf dem Geländer von Windsor
  • 16.40 Uhr: Im Innenhof des Schlosses schließen sich die Royals dem Trauerzug an
  • 17.00 Uhr: Aussegnungsgottesdienst in der St.-Georges-Kapelle
  • 20.30 Uhr: Private Beisetzung in der König-George-VI.-Seitenkapelle
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Franz Spiegelfeld

Sarg im Familienkreis beigesetzt


Nach dem Staatsbegräbnis mit Stationen in London und Windsor ist Queen Elizabeth II. an ihrer letzten Ruhestätte angekommen. Die Queen wurde am Abend im engsten Kreis ihrer Familie in einer Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle in Windsor beigesetzt. Sie wurde wieder mit ihrem langjährigen Ehemann Prinz Philip vereint.
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Impressionen vom Aussegnungsgottesdienst in der St.-Georges-Kapelle 

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Kanada verabschiedet sich mit Parade in Ottawa

Kanada hat sich am Montag mit einer Parade durch das Zentrum der Hauptstadt Ottawa von der britischen Königin Elizabeth II. verabschiedet. Eine Reiterstaffel der kanadischen Polizei, hundert Soldaten einer Ehrengarde und eine Militärkapelle zogen am Parlament vorbei. Im ganzen Land gab es kurz nach der großen Trauerfeier in der Westminster Abbey in London noch zahlreiche kleinere Gedenkfeiern.
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Kanadas Premierminister Justin Trudeau, der an den Trauerfeierlichkeiten in London teilnahm, hatte den Montag zum Feiertag erklärt. Nach der Parade war noch ein Gedenkgottesdienst für die Queen in der Christ Church Cathedral in Ottawa geplant. Zudem sollten 96 Salutschüsse abgefeuert werden, einer für jedes Lebensjahr der Queen. Eine Flugschau wurde wegen des schlechten Wetters kurzfristig abgesagt. Generalgouverneurin Mary Simon, die Repräsentantin des britischen Monarchen in Kanada, erklärte, Königin Elizabeth II. sei 70 Jahre lang "in guten wie in schlechten Zeiten" für Kanada und den Commonwealth-Staatenbund da gewesen.
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Neben Australien und Neuseeland zählt Kanada zu den 14 ehemaligen britischen Kolonien, in denen der britische Monarch - nun also der neue König Charles III. - weiterhin Staatsoberhaupt ist. Der Tod der Queen am 8. September hat die Debatte über die Rolle der britischen Monarchie in dem seit 1867 unabhängigen nordamerikanischen Land allerdings wieder angeheizt. Laut einer Umfrage befürworten 58 Prozent der Kanadier ein Referendum zu der Frage, fünf Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr.
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Trudeau lehnt eine neue Debatte allerdings strikt ab. Für ihn habe die Frage, ob der britische Monarch Staatsoberhaupt Kanadas bleiben solle, "keine Priorität", sagte Trudeau am Sonntag. Er wolle nicht einmal darüber diskutieren. Er halte eine derart "tiefgreifende Änderung eines Systems, das zu den weltweit besten und stabilsten zählt, für keine gute Idee", sagte der kanadische Regierungschef weiter.
Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei den Trauerfeiern in London
Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei den Trauerfeiern in London. APA/AFP
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Anstoßen um 05.30 Uhr in der Früh

Der Tod der Queen bewegt auch auf der anderen Seite des Atlantiks zahlreiche Menschen - und dafür kann man auch einmal im Morgengrauen aufstehen. Das Pub "Queen Vic" in Washington öffnete Montagfrüh um 05.30 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MESZ), damit in der US-Hauptstadt lebende Briten sowie US-Fans der Royals zusammen das Staatsbegräbnis für Elizabeth II. auf großen Leinwänden anschauen und dazu einen Drink genießen konnten.
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Etwa 30 Gäste versammelten sich direkt nach der Öffnung und einige bestellten trotz der frühen Stunde Cocktails wie Pimm's Cup und Bloody Mary. Zu Ehren von Elizabeth II. wurde außerdem Queen's Tipple angeboten, ein Cocktail aus Dubonnet, Beefeater-Gin und einer Scheibe Zitrone, der zuletzt der Lieblingsdrink der Queen gewesen sein soll.

DeLorean Forbes, der in US-Marineuniform erschien, entschied sich für ein echtes englisches Frühstück mit Würstchen, Eiern, Speck und Bohnen. Ein paar Frauen trugen zu Ehren der Queen lange Kleider und elegante Hüte im Pub, auch Männer mit schwarzen Hemden und Krawatten waren zu sehen. Andere kamen einfach im Freizeit-Look.
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"Das ist eine riesige Sache, der Verlust der Queen, und wir wollten ihr Begräbnis begehen und ihr Respekt erweisen", sagte die 41-jährige Julie Muir, deren Familie aus Watford nördlich von London stammt. "Für meine Familie ist das Leben der Royals so etwas wie eine Religion."
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Das "Queen Vic", das nach der britischen Königin Victoria, der Ururgroßmutter von Elizabeth II., benannt ist, bekam eigens für den Tag des Staatsbegräbnisses die Erlaubnis, schon früh am morgen Alkohol auszuschenken. Pub-Betreiberin Roneeka Gordon, die aus Liverpool stammt, sagte über das Ende der Ära von Elizabeth II.: "Viele Menschen wurden von ihren eigenen Reaktionen auf ihren Tod und ihren Gefühlen wegen des Verlusts überrascht." Ihr Lokal solle daher ein Ort sein "für die Trauernden, um das Begräbnis mit Gleichgesinnten zu sehen."
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Prinzessin Beatrice verlässt weinend Kirche

Die Queen-Enkelin Prinzessin Beatrice hat nach dem Aussegnungsgottesdienst ihrer Großmutter am Montag in Windsor unter Tränen die Kirche verlassen. Auf Fernsehbildern war Beatrice gemeinsam mit ihrer Mutter, Sarah Ferguson, sowie mit ihrem Mann Edoardo Mapelli Mozzi nach Verlassen der Kirche zu sehen. Für einen Moment ließ die 34-jährige Tochter des zweitältesten Sohns der Queen, Prinz Andrew, dabei ihren Gefühlen freien Lauf.
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Öffentlicher Teil des Staatsbegräbnisses für die Queen beendet

Mit dem Aussegnungsgottesdienst ist der öffentliche Teil des Staatsbegräbnisses für Queen Elizabeth II. zu Ende gegangen. Es war das letzte Mal, dass der mit der royalen Standarte bedeckte Sarg der Königin öffentlich zu sehen war, bevor er in die königliche Gruft unter der St.-Georges-Kapelle in Windsor hinuntergelassen wurde. Später soll Elizabeth II. im engsten Familienkreis in einer Seitenkapelle an der Seite ihres im vergangenen Jahr gestorbenen Prinzgemahls Philip sowie ihrer Eltern und Schwester beigesetzt werden.
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Sarg der Queen in königliche Gruft in St. George's hinabgelassen

Der Sarg Königin Elizabeths II. ist im Rahmen des Aussegnungsgottesdiensts für die Monarchin am Montagabend in die königliche Gruft unter der St.-Georges-Kapelle in Windsor hinuntergelassen worden. Zuvor waren die Insignien, Krone, Zepter und Reichsapfel vom Sarg genommen und auf dem Altar platziert worden.

An dem Gottesdienst nahmen neben den Royals vor allem Vertreter der Länder teil, deren Staatsoberhaupt die Queen war. Auch die Träger des Hosenbandordens waren anwesend. Später soll Elizabeth II. in einer Seitenkapelle an der Seite ihres im vergangenen Jahres gestorbenen Prinzgemahls Philip sowie ihrer Eltern und Schwester beigesetzt werden.
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Impressionen von der Prozession

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Aussegnungsgottesdienst für Queen in Windsor hat begonnen

Nach der Ankunft des Sargs der britischen Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor hat der Aussegnungsgottesdienst für die Monarchin in der St.-Georges-Kapelle begonnen.
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Hunde und Pferd der Queen erwarten Ankunft ihrer Herrin in Windsor

Auch die geliebten Hunde und ein Pferd der Queen haben bei dem Staatsbegräbnis der Monarchin am Montag eine Rolle gespielt. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, warteten die zwei Corgis Muick und Sandy an der Leine von Mitarbeitern auf die Ankunft des Leichenwagens ihrer Herrin auf Schloss Windsor.
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Der Sarg der Queen war zuvor in einer Prozession von Hunderten Militärangehörigen und Würdenträgern auf seiner letzten Etappe über die als Long Walk bekannte Allee und durch den Schlosspark geleitet worden. Beim Einzug durch das Tor erwiesen auch die Mitarbeiter des königlichen Marstalls der Queen die letzte Ehre. Einer von ihnen hielt eines ihrer Pferde am Halfter. Laut dem Sender Sky News handelte es dabei um Emma, das Lieblingspferd der Königin.
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Zwei Beisetzungen der Queen in Windsor

Queen Elizabeth II. wird am Montag zwei Mal beigesetzt. Nach einem Gottesdienst am Nachmittag in der St.-Georges-Kapelle auf Schloss Windsor wird die Monarchin in der königlichen Gruft an die Seite ihres Ehemanns Prinz Philip gebettet, der am 9. April 2021 mit 99 Jahren gestorben war. Dort bleibt ihr Sarg aber nur für kurze Zeit. Denn am Abend wird das Paar, das 73 Jahre lang verheiratet war, in einer privaten Zeremonie wieder umgebettet. Die letzte Ruhestätte finden Elizabeth und Philip in der kleinen King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer Seitenkapelle.

Dort liegen auch die Eltern der Queen, "Queen Mum" und König George VI., sowie die Urne ihrer jüngeren Schwester Prinzessin Margaret, die auf eigenen Wunsch - entgegen der Tradition - kremiert wurde.

Bei Philips Beisetzung am 17. April 2021 war bereits bekanntgeworden, dass sein Grab nur vorübergehend sein wird.
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Sarg der Queen auf Schloss Windsor eingetroffen

Nach der Trauerfeier und Prozession in London sind die sterblichen Überreste der Queen an ihrer letzten Ruhestätte Schloss Windsor eingetroffen. Der Leichenwagen mit dem Sarg der britischen Königin Elizabeth II. fuhr am Nachmittag über den historischen Long Walk zum Schloss, begleitet von Glockengeläut und Salutschüssen.
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Van der Bellen würdigt Königin als "Anker der Stabilität"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat nach seinem Besuch der Trauerfeier für die verstorbene britische Königin Elizabeth II. am Montag in London die Rolle der Queen als "Anker der Stabilität und der Kontinuität" gewürdigt. "Ihr Pflichtbewusstsein hat die Queen in keiner Minute ihres Lebens verlassen", sagte Van der Bellen laut seiner Sprecherin in London. Ihren Nachfolger Charles lobte der Bundespräsident als entschlossenen Kämpfer gegen die Klimakrise.
Der neue König werde "es nicht ganz leicht haben am Anfang, weil er natürlich anders sein muss und anders sein wird", meinte Van der Bellen gegenüber dem ORF, aber "der König wird sich sicher bewähren". Er lobte das umwelt- und klimapolitische Engagement des langjährigen britischen Thronfolgers. "Er ist ein wahrer Spezialist für diese Dinge" und habe sich bereits mit den Themen beschäftigt, lange bevor andere Staatsoberhäupter angefangen hätten, darüber nachzudenken, so der Bundespräsident. Seit Amt werde er sicher anders ausüben als seine Mutter, "das kann er nicht kopieren, und das will er auch nicht kopieren".
Bei dem Staatsakt am Montag in London sei es sowohl um den Abschied von der Person Elizabeth II als auch um ein Ende einer Ära gegangen, so Van der Bellen. "Die Queen hat Kontinuität verkörpert auf eine freundliche, immer gelassene, höfliche und unglaublich gewinnende und sympathische Weise", sagte der Bundespräsident. In den 70 Jahren ihrer Regentschaft sei so viel passiert, speziell für das Vereinigte Königreich, "der Abschied vom Weltreich hin zu einer, wie soll ich sagen, es ist eine große Insel, aber trotzdem ist es ein Teil der europäischen Welt". Und die Queen sei in diesen Jahrzehnten "eine Konstante" gewesen, die nun von uns gegangen sei. Daher sei es ihm ein "Herzensanliegen" gewesen, als Staatsoberhaupt stellvertretend für die Österreicherinnen und Österreichern der Queen die letzte Ehre zu erweisen.
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Tod der Queen führt Felipe VI. und Juan Carlos I. seit langem wieder zusammen

Der Tod von Elizabeth II. hat erstmals seit langer Zeit Spaniens König Felipe VI. und seinen im Exil lebenden Vater Juan Carlos I. wieder zusammengeführt. Die beiden und ihre Frauen Letizia und Sofía nahmen am Montag bei der Trauerfeier für die Queen in der Londoner Westminster Abbey in der selben Reihe Platz. Zuletzt waren Felipe VI. und sein Vater im Januar 2020 zusammen gesehen worden, damals bei der Beerdigung einer Schwester von Juan Carlos I.
Der einst äußerst beliebte Juan Carlos I. hatte 2014 abgedankt und den Thron seinem Sohn überlassen. Seitdem wurde Juan Carlos I. von zahlreichen Skandalen eingeholt. Unter anderem ging es dabei um fragwürdige Geldgeschenke in Millionenhöhe aus Saudi-Arabien und Vorwürfe der Geldwäsche. In Spanien liefen deshalb mehrere Verfahren gegen ihn.